Mögliche Medikamente bei Lupus erythematodes

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Medikamenten. Für welches Medikament man sich entscheidet hängt immer vor der Verlaufsform sowie Zustand des betroffenen ab. Die Therapien werden immer gemeinsam mit dem behandelten Arzt besprochen!

 

Hier findet man zu allen üblichen Medikamente die entsprechende Patientenerklärung. http://www.rheumatologie.at/aerzteinformation/klinische_praxis/

NSAR = Nichtsteroidale Antirheumatika (symptomatische Behandlung)

Wirkungsweise: NSAR hemmen Symptome von Entzündungsprozessen wie Schmerz und Schwellung, senken Fieber und die Quervernetzung der Blutplättchen.

Präperate: Aspirin, Ibuprofen, Diclofenac, Indometacin, Piroxicam

ACHTUNG: Ibuprofen sollte man als Lupus-Patient nicht einnehmen.

Einnahme: lt. Arzt

Nebenwirkungen: Magenschleimhautschädigungen

Antimalariamittel

Wirkungsweise: gutes Ansprechen bei Hautmanifestationen

Präperate: Hydrochloroquin (Quensyl) / Chloroquin (Resochin) 

Einnahme: lt. Arzt

Nebenwirkungen: Gewichtsabnahme, Haarausfall, Augenveränderungen (Trübung, Netzhaut)

Kortison

Wirkungsweise: Kortison ist ein körpereigenes Hormon, welches in der Nebenniere vom Körper ununterbrochen produziert wird. Es wirkt sehr stark entzündungshemmend.  

Präperate: Prednisolon, Aprednisolon

Einnahme: morgens ca. 8:00, da es um diese Uhrzeit die körpereigene Produktion am wenigsten stört

Nebenwirkungen:  Cushing-Syndrom, Muskelschwäche, Osteoporose, Knochennekrosen, Dehnungsstreifen, verzögerter Wundheilung, Steroidakne, punktförmigen Hautblutungen, Blutergüsse, Steigerung des Augeninnendrucks, Linsentrübung, Hemmung der Magenschleimhautproduktion, Schluckauf, erhöhtem Blutzuckerspiegel, Zuckerkrankheit, Wassereinlagerungen, vermehrter Kaliumausscheidung, Ausbleiben der Menstruationsblutung, abnormer Haarwuchs, Impotenz, „Stiernacken“, Blutbildveränderungen, Erhöhung des Infektrisikos

Immunsuppressiva

Wirkungsweise: Diese Medikamente bewirken eine Unterdrückung des Immunsystems.

Präperate: Leflunomid (Handelsname: Arava), Azathioprin, Ciclosporin ( Handelsnamen: Sandimmun, Cicloral), Cellcept, Tacrolimus (Handelsname: Prograf)

Einnahme: in Tablettenform oder auch als Infusion

Nebenwirkungen:  Durch die Unterdrückung des Immunsystems treten jedoch Probleme auf: Es wird auch die körpereigene Abwehr unterdrückt. Somit wird man infektanfälliger.

Zytostatika

Wirkungsweise: Zytostatika werden bei Tumorerkrankungen eingesetzt. Bei rheumatischen Erkrankungen wird mit der Gabe von Zytostatika das Immunsystem unterdrückt. Somit zählt zB. MTX zu einem der wichtigsten Basismedikamente einer rheumatischen Erkranung. Zytostatika hemmen die Zellteilung
Präperate: Methotrexat (Handelsnamen: Ebetrexat)
Einnahme: meist 1 x wöchentlich, da Methotrexat ein Folsäure-Antagonist ist ist auf die Einnahme von Folsäure 12 - 24 Stunden nach der MTX Einnahme zu achten. Außerdem sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, um die regelrechte Ausscheidung sicher zustellen.

Nebenwirkungen:  Übelkeit, Haarausfall, Infektanfälligkeit, Störung des Zentralnervensystem, etc.

Immunglobuline

Wirkungsweise: Bei Autoimmunkrankheiten angewandt, erkennen und neutralisieren die Immunglobuline krankmachende Antikörper und unterdrücken entzündungsfördernde Stoffe im Gewebe.Die zur Therapie verwendeten Immunglobuline werden aus dem Blutplasma von gesunden Spendern gewonnen.

Verabreichung: Die Immunglobuline werden in der Regel alle 3-4 Wochen im Krankenhaus als Infusion über die Vene zugeführt. Die Immunglobulin-Therapie versorgt den Körper zwar mit den notwendigen Antikörpern, kann das menschliche Immunsystem jedoch nicht zur Produktion eigener Antikörper stimulieren. Deswegen ist eine regelmäßige Substitution notwendig.

Nebenwirkungen: Allergische Reaktionen einschließlich Blutdruckabfall, Atemnot, Hautreaktionen, Schüttelfrost, Fieber, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen, Gelenkschmerzen, leichte Rückenschmerzen

Biological
Präperat: Belimumab (Handelsname: Benlysta)

Wirkungsweise: Ein monoklonaler Antikörper (Hemmung von B-Lymphozyten über die Inhibition des B-Lymphocyte stimulators).

Verbareichung: als Infusion.
Nebenwirkukngen:
Allergische Reaktionen möglich, daher genaue Abklärung durch den Arzt