Begleiterkrankungen bei Lupus erythematodes

Antiphospholid-Syndrom APS

APS kann als Primär- und Sekundärerkrankung auftreten. 16-35% aller SLE Betroffenen leiden auch unter einem sekundärem APS. Wie auch beim Lupus selbst richten sich beim APS Antikörper (Phospholid-Antikörper / Lupus-Antikoagulans) gegen körpereigene Bestandteile. Diese Antikörper können Thrombosen (Blutgerinnsel) verursachen. Betroffene Areale sind die Aterien des Gehrins, Herzkrannzgefäße sowie Thrombosen in den Beinen.
Nicht jeder der an APS leidet muss zwingend eine Thrombose bekommen. Das Risiko steigt mit der Höhe der Antikörper.

 

Mögliche Symptome eines APS:

> Migräne

> thrombozytopenie (zuwenig Blutplättchen im Blut)

> Embolien

> Schlaganfälle

> Sehrstörungen

> Epilepsie

> erhöhte Neigung zu Fehlgeburten

> diffuse neurologische Symptome

> Raynaud-Syndrom

> hämolytische Anämie

> Bluthochdruck

> Einblutung unter Finger- oder Zehennägeln

Sjögren-Syndrom

Bei einem Teil der Betroffenen liegt eine Überlappung mit dem Sjögren-Syndrom vor, das insgesamt die häufigste Kollagenose ist. Typisch sind Autoantikörper gegen Anti-SS-A (Ro) und teilweise auch gegen Anti-SS-B (La). Bei diesen Betroffenen ist eine ausgeprägte Photosensibilität vorhanden. Beim Sjögren-Syndrom greifen die Immunzellen die Speicheldrüsen und Tränendrüsen an.

 

Mögliche Symptome eines Sjögren-Syndrom:

> Mundtrockenheit (> 3 Monate)

> Trockenheit der Augen (> 3 Monate)

> geschwollene Ohrspeicheldrüse

> Haut-, Nasen- und Vaginaltrockenheit

> Müdigkeit

> Raynaud-Syndrom

 

Behandlung des Sjögren-Syndrom:

> Einsatz von Cortison und/Oder Immunsuppressiva wie beim SLE

> sorgfältige Mundhygiene, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und speichelanregende Maßnahmen (saure Speisen, Kaugummi)

> Lichtschutz der Augen und Augentropfen ("künstliche Tränenflüssigkeit")

Raynaud - Syndrom

Das Raynaud-Syndrom (Morbus Raynaud) ist eine Gefäßerkrankung, die durch anfallsweises Erblassen der Hände oder Füße gekennzeichnet ist. Unter Umständen können auch Nase und Ohren betroffen sein.

 

Mögliche Symptome eines Raynaud-Syndrom:

> Ischämie (blasse, weiße Haut)

   durch Minderdurchblutung mit Gefühllosigkeit, Schmerzen
> Zyanose (Blauverfärbung)
> reaktive Hyperämie (vermehrte Durchblutung) mit Rötung, Kribbeln und Klopfen

 

Behandlung des Raynaud-Syndrom:

Normalerweise ist das Raynaud-Syndrom harmlos,
   eine Therapie ist in der Regel nicht notwendig.

> Symptome können durch Warmhalten der Finger und Zehen
   verkürzt beziehungsweise vermieden werden

> körperliches und geistiges Training wirken positiv