Lupus erythematodes

 

Lupus erythematodes ist eine systemische (=den ganzen Körper betreffend) Autoimmunerkrankung (= Überschießende Reaktion der Immunabwehr gegen körpereigenes Gewebe) aus der Gruppe der Kollagenosen (= Bindegewebserkrankung).

 

Bei einer Autoimmunerkrankung bildet das eigene Immunsystem Antikörper gegen körpereigenes Bindegewebe. Der Körper steht sozusagen im Krieg mit sich selbst. Die Ursache für diese Fehlreaktion ist bis heute noch ungeklärt. Wissenschaftler vermuten jedoch ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren wie zum Beispiel: genetische Disposition, Umwelteinflüsse, Medikamente, UV-Strahlung, hormonelle Belastungen, Stress, und vieles mehr...

Lupus erythematodes ist eine sehr komplexe Erkrankung und bei jedem Betroffenen idividuell. Der Verlauf variiert von leicht und bis zu schweren Schüben mit meist periodischem Verlauf. Die Überlebenswahrscheinlichkeit liegt relativ hoch bei ca 90% in den ersten fünf Jahren und ca. 80% nach zehn Jahren. Bei 20% der Patienten tritt innerhalb von 5 Jahren eine deutliche Remission ein.  

 

9 von 10 Betroffenen sind Frauen. In Europa tritt die Erkrankung bei 25 - 27 jährlichen Neuerkrankungen pro 100.000 Personen auf. In Deutschland sind nach Schätzungen ungefähr 40.000 Personen betroffen. Vorallem Frauen im gebährfähigen Alter. Afro- und asiatischstämmige Menschen sind auffällig häufiger betroffen als kaukasischstämmige (Europide, Weiße) Menschen.